Sarrazin erklärt es zu Ziel deutscher Politik, den deutschen Genpool zu verbessern,
etwa durch die Senkung der Geburtenrate 'unintelligenter' Eltern, eine Forderung in der
etwa durch die Senkung der Geburtenrate 'unintelligenter' Eltern, eine Forderung in der
Tradition deutscher Rassenhygiene (das Foto zeigt ein Plakat
der NS-Ausstellung "Wunder des Lebens" von 1935)
Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, hat Sarrazin vor einigen Tagen den Eintritt in die NPD nahegelegt und dafür bei vielen ein Stirnrunzeln geerntet. Sarrazins verbale Entgleisungen sind das eine, seine politischen Forderungen das andere, sagen viele.
Eine Lektüre von "Deutschland schafft sich ab" zeigt dann aber, dass Sarrazin sich mit seinen politischen Forderungen tatsächlich außerhalb des Spektrums demokratischer Politik bewegt.
In seinem Buch fordert der Bundesbanker, weitere Zuwanderung nach Deutschland mit Ausnahme hochqualifizierter Experten generell zu beenden (S. 329). Das Grundgesetz, das dies ausschließt, müsse entsprechend geändert werden. Also: Abschaffung des Asylrechts, Verbot des Familiennachzugs, keine Ehen Deutscher mit Ausländern und entsprechende Verfassungsänderungen - was ist dies anderes als das NPD-Programm?
Auf der vorletzten Seite seines Buches erklärt Sarrazin es zu einem anzustrebenden Ziel deutscher Politik, durch Reformen bei den Sozialtransfers die Fruchtbarkeit bei den Migranten aus Nah- und Mittelost sowie aus Afrika unter den bundesdeutschen Durchschnitt zu senken (S. 407). Gleichzeitig sollen Geburtsprämien von 50.000 Euro pro Kind (S. 390) deutsche Akademikerinnen anhalten, Kinder zu zeugen.
Auf diese Weise sollen die demographische Auszehrung des intellektuellen Potentials in Deutschland und der deutsche Volkstod aufgehalten werden.
Auch dies sind politische Zielvorstellungen, die sonst nur in der NPD zu finden sind. Natürlich steht es jedem frei, diese Forderungen diskutieren zu wollen. Dann sollte man aber gerechterweise zur nächsten Talkshow auch diejenigen einladen, die auf derlei Parolen das politische Copyright haben.
In der FAZ von heute findet sich ein exzellenter Artikel von Frank Schirrmacher zum Thema.




























